Genuss-Party für Fäuste: die besten Food-Trucks in Hamburg – der Goldburger

Eine Stadt im Burger-Fieber. Wir treffen Lea. Für ihren Goldburger verwendet sie ein ganz besonderes Fleisch

Man kann es sich leicht machen. Geht an die Theke des umgebauten Wohnwagens und sagt: „Einen Burger, bitte.” Lea wird fragen: „Mit Käse?” Dann wird sie das Fleisch auf der heißen Platte brutzeln und zwei Brötchenhälften anwärmen. Als nächstes fragt sie, ob man Zwiebeln mag? Dann bestreicht sie jede Brötchenhälfte mit Sauce, legt auf die untere ein Salatblatt, auf die obere ein paar Scheiben Tomate. Dazwischen kommt das Fleisch (Patty), je nachdem, ob mit oder ohne Käse. Dann wickelt Lea den Burger in ein starkes Papier ein und reicht ein sehr appetitlichen Päckchen über die Theke. Meist hat man vorher bezahlt, so dass man direkt hinein beißen und genießen kann. Und dieser Burger ist ein Genuss.

So kann man es machen. Man bestellt, zahlt, isst. Doch bei Lea kann man kauend auch ganz viel lesen. Denn beim Goldburger geht es um mehr als bloß die Herkunft des Fleisches. Es geht auch um das Leben. Vor allem um den Tod: Lea thematisiert, wie die Tiere sterben, deren Fleisch sie verarbeitet. Und, so verrückt es scheinen mag, der Burger schmeckt noch besser, wenn man weiß, wie das Tier geschlachtet wurde, dessen Fleisch man isst.

 

Die Schlachtung ist ein Thema, über das sich viele kaum Gedanken machen. Für Lea ist es die zentrale Frage. Während ihres Studiums der Agrarwissenschaften hat sie zwar erkannt, dass mit der biologischen Landwirtschaft ein wichtiger Schritt in Richtung Tierwohl gemacht wurde, die Bedingungen in den Ställen, die Aufzucht, die Qualität des Futters – all das hat sich nachhaltig verbessert.

"Doch die Schlachtung ist das Defizit." Während ihres Studiums sah Lea die Angst in den Augen der Tiere, wenn sie zusammengetrieben und verladen wurden, wenn sie in den Schlachthof kamen. Die Tiere "ahnten", dass etwas passieren würde, sie bekamen Stress. Das wirkt sich nachweislich auf die Fleischqualität aus. Und Lea begann nach einer Alternative zu forschen. Sie fand einen Landwirt, der seine Herden das ganze Jahr über auf Weide belässt. Dann fährt er zu den schlachtreifen Rindern, betäubt sie auf der Wiese mit einem gezielten Schuss und tötet sie. "Das klingt hart. Doch für das Tier geht alles ganz schnell. Die Herde schreckt wegen des Knalls kurz auf, grast dann aber ruhig weiter."

Es heißt, man könne den Unterschied schmecken. Das Fleisch sei nicht so "leimig". Wir können das nicht richtig beurteilen, denn uns fehlte der Vergleich. Dafür hätte man Fleisch der gleichen Rinder-Art probieren müssen, das auf herkömmliche Weise geschlachtet wurde. Aber wir können sagen, dass Leas Goldburger besonders saftig und vollmundig schmeckt. Er ist sicherlich einer unser Favoriten. Was auch mit der schlichten, unaufgeregten Präsentation zu tun hat. Der Goldburger schmeckt sehr pur. Lecker!

Goldburger 

Lea Trampenau 

www.goldburger.net

Den Goldburger findet ihr mittwochs auf dem Ökowochenmarkt in Ottensen (Spritzenplatz) und sowie bei den St. Pauli Spielen am Millerntor. Über andere Standorte informiert Lea auf ihrer Facebook-Seite.

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