Genießerreise durch die Stadt: Mit THE GEORGE zum Hamburg Beer Weekend

Hamburg gilt als Kultort für Craft Beer. Es gibt viele Brauer, Bars und an diesem Wochenende ein eigenes Festival

„Ich hoffe, ihr habt alle noch nicht die Zähne geputzt und noch keinen Kaffee getrunken", sagt Axel Ohm, einer der Inhaber der Überquell-Brauwerkstätten am Morgen der Eröffnungsveranstaltung für das Hamburg Beer Weekend, „denn es gibt hier auch einiges zu probieren: Wir stellen euch drei Biere vor, die eigens für den heutigen Anlass gebraut wurden." Freitagmorgen, 10:30 Uhr – und das erste Bier. Das wird hart. Der Anlass ist der 500. Geburtstag von Heinrich Knaust. Knaust? Wer bitte? Und deshalb heißt dieser Auftakt für das Hamburg Beer Weekend: Who the fuck is Knaust?

Es geht um eine Geschmacksreise in die Geschichte des Biers. Und selbstverständlich ist das THE GEORGE dabei als Axel im Überquell die Protagonisten des Tages vorstellt. Die wichtigste Person ist ein Craft-Beer-Blogger aus dem späten Mittelalter. Heinrich Knaust hat mehrere Beiträge verfasst über die „Göttliche und Edle Gabe der Philosophischen, hochthewren und wunderbaren Kunst, Bier zu brawen". In die Sprache unserer Zeit übersetzt: „Der Blog zum geilen Craft-Beer". Denn Knaust beschreibt die Arbeit unzähliger kleiner Brauer, die ganz eigene aus der Zeit – und teilweise auch aus der Not geborene – Kreationen ausschenkten. Der junge Historiker Torge Ulke hat das in www.biergeschichten.de aufgearbeitet und erzählt aus einer Zeit, die uns heute ferner ist als jeder Kontinent. Am Ende überrascht er mit einem Satz Knausts: „Die Königin aller Biere ist das edle Hamburger Bier – ein feines Weißbier."

 

Das Überquell hat drei Brauer eingeladen, ein historisches Bier zu kreieren. Und die stellen nun ihr Werk vor. Den Anfang macht Tobi, der Braumeister im Pizza- und Bier-Pub an der Elbe. Er hat nach den von Knaust beschriebenen Zutaten ein Historic Ale gebraut, für das elf verschiedene Malze verwendet werden, darunter Emmermalz und Einkornmalz, Spiegelgerste und Chevalliergerste. Dazu kommen Kardamom, Meersalz und Lavendel. Es hat eine hellgelbe, naturtrübe Farbe und einen feinen Schaum. Der Geschmack ist malzig, würzig, im Mund fühlt es sehr weich an, und es eignet sich dank seiner dezenten Süße sehr gut als morgendlicher Einstieg.

Als nächster stellt Nico sein Bier vor. Er kommt aus Hessen, vom Hôtel Schloss Nomrod, und hat sich früher eher an Äppelwoi versucht, bis er der Faszination des Bieres erlag. Er erzählt, dass man früher eigentlich alle Zutaten geräuchert habe, es gab schlicht kaum andere Möglichkeiten, einem Rohstoffstoff die Feuchtigkeit zu entziehen, bzw. ein Genussmittel zu konservieren. Sein Kartoffelbockwurstweizen wurde mit geräucherten Malz und Kartoffeln gebraut. Es hat einen kräftigen Schaum, die gleiche gelbe Farbe wie die Sorte Linda und ein zart-blumiges Räucheraroma. Es trinkt sich süffig und weich. Am besten zu Treberbrot und Kartoffelwurst.

Sebastian kommt aus Aachen. Begeistert von der Bier-Vielfalt in den Nachbarländern – die Stadt grenzt an Belgien und die Niederlande, Luxemburg und Frankreich sind auch nicht weit – hat er irgendwann begonnen, das Spektrum deutscher Braukunst zu erweitern. Seine Braunschweiger Mumme folgt dem – wie er sagt – eher „umstrittenen Braustil“ der Stadt, die zu Zeiten Heinrichs des Löwens eine wichtige Handelsmetropole war. Als Zutaten nennt er Fliederblüten, brauner Sirup, getrocknete Pflaumen, Wacholderbeeren, Majoran und Thymian. Fast schwarz läuft das Bier ins Glas. Es duftet nach Kräutern und Malz, hat einen süßlich-würzigen Geschmack und mit 8,2 Volumenprozent Alkohol viel Mumme, äh, Wumms.

Nach drei Bier am Morgen sieht die Welt immer rosig aus, sogar in diesen eher grauen Corona-Zeiten. Selbstverständlich halten sich die Teilnehmer für das Hamburg Beer Weekend an die aktuell geltenden Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln. Mehr als 20 Locations beteiligen sich, neben dem Überquell sind unter anderen auch die Landgang Brauerei dabei, Ratsherrn und Astra, diverse Bars wie die Taugenichts Bar, Galopper des Jahres oder Oorlam. Nach einer ereignisreichen Reise in die Geschichte des Bieres, freut sich das THE GEORGE-Team auf die Erlebnisberichte. Vielleicht noch an unserer vielfach prämierten Bar DaCaio – spätestens aber beim ausgiebigen Frühstück. Gern auch ganz ohne Bier.

Hamburg Beer Weekend 2020

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