Mehr als Schmuck am Rathaus: bunte Masche für die Völkerverständigung

Hamburg zeigt Flagge: Das Weltschal-Projekt wurde von Sibylla Pavenstedt initiiert und wird vom Hotel THE GEORGE unterstützt

THE GEORGE ist dabei: Ein Schal für die Welt

Das Design-Hotel an der Elbe engagiert sich für Toleranz und beteiligt sich am Weltschal-Projekt

Bunt leuchtet das Rathaus, ein Wimpelwunderband zieht sich an der Fassade entlang unter grünen Kupfergiebeln. Die reich verzierte Fassade des 1897 eröffneten Hamburger Rathauses gilt als eine der wenigen vollständig erhaltenen Beispiele des Historismus, sie vereint italienische und norddeutsche Renaissance-Elemente. Und birgt viele Symbole. So sitzt über dem Balkon im 112 Meter hohen Turm ein Phönix. „Resurgam“ heißt es unter seinen Schwingen, „Ich werde wieder auferstehen“. Eine Aussage voller Kraft an einem Ort, an dem das alte Rathaus einem Großbrand geopfert wurde. Und auch die bunten Tücher an der Fassade stehen für Widerstand.

Was für das Blog-Team des Hamburger Designhotels THE GEORGE auf den ersten Blick aussieht wie eine Flaggenparade, etwa anlässlich eines Gipfeltreffens, entpuppt sich beim zweiten Blick als eine wilde, fast eigenwillige Anordnung von Länderflaggen. Und wenn man noch genauer hinsieht, dann erkennt man: Maschen. Es handelt sich nicht um typisches Flaggentuch, sondern um Strick. Nicht Wimpel schmücken eines der schönsten Gebäude Norddeutschlands, sondern ein Schal aus Flaggen. 

 

„Es ist das erste Soziale Kunstwerk“, sagt Sibilla Pavenstedt, Modemacherin und Initiatorin des Weltschal-Projekts im Interview mit Gabi Bauer. Es ist Abend. Und ein emotionaler Nachmittag liegt hinter Hamburg, nachdem die Flaggen aller 207 Staaten der Welt am Rathaus zu einem Schal verknotet wurden. Mehr als 60 Teams aus Künstlern und Modemachern haben mitgewirkt, jeder hat ein Stück Schal beigesteuert. Und die Aussage steckt gar nicht so sehr in der Art wie gestrickt wurde, sondern in der Anordnung – wenn die Flagge Deutschlands mit der Israels verknüpft wurde, Georgien grenzt an die Elfenbeinküste, Griechenland an den Iran, die USA an den Irak. „Mir kam diese Idee, weil ich es so schrecklich fand, dass in Deutschland wieder Ausländer angegriffen werden. Es ging darum, ein Zeichen zu setzen.“

Viele Prominente nehmen an der Abendveranstaltung teil. Sibilla Pavenstedt hat mit ihrem Modelabel „Made auf Veddel“ (der Link führt zu einem Beitrag über das Label im THE GEORGE:BLOG), in dem auch Immigrantinnen arbeiten, einige Berühmtheit in der Stadt erlangt. Und sie ist ein dynamischer, mitreißender Mensch. Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihr, viel Unterstützung für das Projekt zu mobilisieren, etwa Bezirksamtsleiter Andy Grote, der das Rathaus zur Verfügung stellen konnte. Aber auch das Hamburger Design-Hotel an der Alster, THE GEORGE. Für dessen Management war es keine Frage, den Weltschal zu unterstützen. Hoteldirektorin Ulrike Fohr: „Wir sind ein weltoffenes Haus in einer weltoffenen Stadt.“

WELTSCHAL

Hier gibt es weitere Informationen zum Projekt von Sibilla Pavenstedt.

Fotos: Heiner Müller-Elsner, Oliver Heinemann, Dirk Lehmann

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