ART-WALK. KUNSTSPAZIERGANG MIT THE GEORGE

Galerien und Museen in Hamburg sind nach wie vor geschlossen. Ein Spaziergang zur Kunst im öffentlichen Raum.

Israelitische Töchterschule, Museumsdorf Volksdorf, Polizeimuseum, Gedenkstätte Bullenhuser Damm, FC St. Pauli-Museum, Kunsthalle – mehr als 100 Museen und noch weit mehr Galerien hat die Stadt Hamburg aufzubieten. Und allesamt sind sie aktuell geschlossen. Die gemeinsamen Anstrengungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlangen enorme Kraftanstrengungen. Auch das THE GEORGE darf bis auf weiteres nur Business-Gäste beherbergen. Dennoch gibt es noch Kunstgenuss in dieser Stadt: mit diesem Art-Walk zu Kunstwerken im Öffentlichen Raum.

Wir starten direkt vor der Tür unseres Design Hotels an der Alster und begeben uns an das Ufer des Stadtsees. Die berühmte Freizeitwiese Schwanenwik wird überragt von einer hohen Stele mit der Skulptur „Drei Männer im Boot“ von Edwin Paul Scharff, der Anfang des 20. Jahrhunderts zu den Modernisierern der Kunst zählte. Wir gehen Richtung Kennedybrücke. „Rhythmus im Raum“ heißt die Skulptur des Schweizers Max Bill, die die meisten Betrachter wohl für die Maske aus dem Horrorfilm „Scream“ halten. Es ist ein zauberhaftes Spiel der Perspektiven mit einem Möbiusband. Gehen wir weiter, passieren wir auf der Brücke den „10. Längengrad“, der viel mehr ist als nur ein geographisches Maß.

 

Am Stephansplatz betreten wir den Alten Botanischen Garten, besser bekannt als Planten un Blomen. Es gibt diverse Kunstwerke zu schauen, etwa „Die Liegende“, ein Frauenakt und wohl bekannteste Werk von Edgar Augustin. Oder „Der Panther“ vom Tierbildhauer Hans Martin Ruwoldt, der politisch nicht unumstritten war. Es lohnt immer ein Besuch des von Yoshikuni Araki gestalteten Japanischen Gartens. In Richtung St. Pauli gehend kommt man am Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. vorbei. Vor dem Oberlandesgericht erinnert das Mahnmal „Hier und Jetzt“ von Gloria Friedmann an die Opfer der NS-Justiz, und vor dem Musem für Hamburgische Geschichte die Ruine eines Renaissance-Portals aus dem Jahr 1617 an die frühere Bedeutung der heutigen Grünanlage als Grenzwall der Hamburger Innenstadt.

Durch das Gängeviertel mit seinen Murals geht es über den Gänsemarkt mit der überdimensionalen Lessing-Skulptur an das Ufer der Innenalster. Wir folgen dem Ballindamm zum Areal um die Hamburger Kunsthalle. Davor steht eine feinsinnige Reiterskulptur von Hermann Hahn und der „Kleine Zyklop“ von Bernhard Luginbühl. Über den Weg an der Verbindungsbahn geht es nach St. Georg. Vorbei am St. Marien-Dom (Sitz des Erzbistums Bremen-Hamburg) kommen wir auf die Lange Reihe. In der Koppel 66 haben Künstler ihre Ateliers, es gibt auch ein sehr nettes Café. Wir gehen vorbei am Geburtshaus von Hans Albers (Lange Reihe 71), warten bis das Ampelpärchen auf Grün springt und kehren nach 2 Stunden Kunst zurück ins Hotel. 

 

Zur Entspannung nach einem Tag draußen machen wir es uns mit einem schönen italienischen Rotwein aus der Bar DaCaio im Zimmer gemütlich und genießen einen Fernsehabend mit Tanz-Kunst. Bei Arte läuft am 24. Januar (danach in der Mediathek und über die Arte App verfügbar) eine Inszenierung des Hamburger Ballett-Direktors John Neumeier, „Ghost Light“.

 

 

Fotos: Susanne Baade, Mediaserver Hamburg/Double Vision, SWR/© SWR/Kiran West

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