MONO NO AWARE – DIE KIRSCHBLÜTENFRONT VERLÄUFT VOR DEM THE GEORGE

In diesem Jahr blühen die Kirschbäume vor unserer Hotel-Tür in einer Pracht, das muss man fotografieren!

In Japan hat sie einen eigenen Wetterbericht. Täglich informieren Experten über den aktuellen Verlauf der „Kirschblütenfront“. Die heißt tatsächlich so. Und sie beschreibt, wie sich die Blütezeit der Kirschbäume über das Land ausbreitet – von Kyushu im Südwesten bis Hokkaido im Nordosten. In Japan beginnt diese besondere Zeit Anfang bis Mitte März, und sie endet im Mai. In Hamburg verläuft die Kirschblütenfront aktuell genau vor unserem Design Hotel an der Alster.

Dabei haben wir in diesem Jahr den Eindruck, dass die Bäume so üppig blühen wie schon lange nicht. Der März war trocken, aber sehr sonnig und zwischenzeitlich frühlingshaft warm. Offenbar sind das Bedingungen, die den Kirschbäumen bekommen. Und auch wenn wir in Hamburg eine enge Beziehung pflegen zu Japan, hat uns die Blütenpracht vor den Fenstern unseres Restaurants DaCaio jetzt erst so richtig klar gemacht, wie wenig wir über die Besonderheit der Kirschblüte eigentlich wissen. Grund genug, der Sache mal auf den Grund zu gehen.

 

 

Mono no aware – heißt eines der Prinzipien der japanischen Ästhetik. Es beschreibt eher ein Lebensgefühl. Das lässt sich am ehesten übersetzen als „das Pathos der Dinge“, manche nennen es auch „das Herzzerreißende der Dinge“. Es ist ein Gefühl, das durch die Vergänglichkeit hervorgerufen wird. Dass alles Schöne irgendwann vergeht. Und man kann es kaum ertragen, wenn dieser Moment eintritt. So liegt in der Schönheit der Kirschblüte schon die Angst vor ihrem Verwelken. Im Film „The Last Samurai“ mit Tom Cruise erleben wir diese Sehnen, wenn der Samuari, der unseren Helden zum Kämpfer ausbildet, immer wieder vor den Kirschbäumen verweilt, auf der Suche nach der perfekten Blüte. Nach einem Kampf im Sterben liegend, sagt er den berührenden Satz: „Sie sind alle perfekt.“ 

In vielen japanischen Städten sind die Hälfte – oder gar mehr – der öffentlichen Laubbäume Kirschen. Bei uns sind es noch mehr. Einige Kirschbäume stehen vor dem Hotel, auf dass ihre Schönheit für alle zugänglich ist. Weitere Bäume sind unseren Gästen vorbehalten und verzaubern zur Zeit den THE GEORGE Garden. Wenn es der Tag zulässt, dann gönnt man sich einen mono no aware-Moment und betrachtet einige der ersten Blüten, wie sie davon tanzen. Wie frühlingshafter Schnee. Und wir können dem Samurai nur zustimmen: Sie sind alle perfekt.

Kirschblüte im The George

 

 

Fotos: Susanne Baade

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