Die Hausdame André Siebert im Hamburger Hotel The George

Die neue Hausdame im THE GEORGE ist ein Mann: André Siebert

Das Design-Hotel an der Alster als Ort der Gleichberechtigung: Interview über Vorurteile und einen Traumberuf

 

In Hollywood gibt es das immer wieder: Tony Curtis spielt eine Frau, um sich an Marilyn Monroe ranzumachen, man sieht Dustin Hoffman als Tootsie über die Leinwand kalauern und erinnert sich an Robin Williams als bartstoppeliges „Kindermädchen“. Vielleicht sind es diese Bilder, die einem durch den Kopf gehen, wenn man hört, die neue Hausdame im THE GEORGE sei ein Mann… Zum Interview-Termin erscheint André Siebert allerdings im smarten schwarzen Anzug.

Und die erste Frage an ihn lautet: Gibt es keine andere Berufsbezeichnung für diese Tätigkeit? 

André Siebert (lacht): „Man sagt auch männliche Hausdame oder executive housekeeper. Aber faktisch bin ich die leitende Hausdame. Es ist schon überraschend, wie schwer sich manche mit dieser Berufsbezeichnung tun, und wie vielen Vorurteilen man begegnet.“

Wie wird man Hausdame?

André Siebert: „Mich hat das schon immer interessiert. Und die Hausdame des 25hours Hotels, für das ich bisher gearbeitet habe, und das wie das THE GEORGE zu den Fortune-Hotels gehört, hat mich sehr gefördert als sie meine Begeisterung bemerkte. Als Hausdame ist man für das gesamte Hotel zuständig – vom Keller bis zur Dachterrasse. Hier gibt es ja sogar einen Garten.“

 

Wie viele Mitarbeiter sind im Housekeeping beschäftigt?

André Siebert: „Meine Abteilung umfasst etwa 30 Boys and Girls, wie ich sie gern nenne. Ich mag den Begriff Zimmermädchen nicht. Auch Roomboy finde ich unpassend. Mit Boys and Girls kann ich meinen Mitarbeitern auch zeigen, dass ich sie schätze. Und ich will sie auch begeistern für den Job.“

Im Grunde, so möchte man laienhaft meinen, ist das Housekeeping keinen Trends unterworfen. Stimmt das?

André Siebert: „Es gibt tatsächlich eine Housekeeping-Convention. Das ist eine Messe, bei der wir uns über die Neuigkeiten austauschen, über Reinigungsmittel aber auch über neue Styles beim Betten machen. Wir wollen den Gästen ja auch immer wieder Neues präsentieren.“ 

Das THE GEORGE ist ein elegantes Hotel. Was stellt für Sie und ihr Team die größte Herausforderung dar?

André Siebert: „Wir müssen hier sehr sorgsam Staub putzen – es gibt manches antiquarisches Deko-Stück, edle Lampen und schöne Bücher. Und es gibt viele dunkle Holzböden. Ich habe vor kurzem den Film Pretty Woman gesehen, da wird in einer Szene Marmor zerkratzt. Daran muss ich jetzt immer denken…“

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