GENUSS IM THE GEORGE: HAMBURGER KAFFEEKULTUR

Das Hamburg Coffee-Festival feiert ein Kulturgut. Wir finden die Idee super und stoßen an – mit unserem Espresso

Manche Legenden sind zu schön, als dass man ihnen keinen Glauben schenken mag. So auch die des Kaffees: Demnach bemerkten Hirten im Südwesten des Königreichs Kaffa, das heute zu Äthiopien gehört, dass die Ziegen, die von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatten, bis in die Nacht auffällig munter waren, während andere Tiere bereits schliefen. Ein Hirte probierte selbst die seltsam festen Kirschen, und auch er war plötzlich fit wie ein Turnschuh (das ist nur eine Redewendung, wir wissen sehr wohl, dass es damals noch keine Sneaker gab). Mönche eines nahen Klosters wurden mit dem Mysterium konfrontiert, bereiteten mutig einen Aufguss aus den Früchten zu – und auch sie...

Dass der Kaffee seinen Ursprung in der Region Kaffa hat, das ist der einzige unbestrittene Teil der Legende. Die Bohne ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Im 14./15. Jahrhundert gelangt der Kaffee durch Sklavenhändler in die Hafenstadt Mocha. Das heutige Al Mukha liegt im Jemen, einst nannte man die Mokka. Dort bereitete man den Kaffee so zu, dass man die Bohnen in einer Pfanne röstete, im Mörser zerstampfte und schließlich in einem bauchigen Topf aufkochte. Man stelle sich nur den Duft in den Basaren vor.

 

Kaffee, Mokka, der Duft in den Basaren. Manchmal bekommt man richtiggehend eine Gänsehaut, wenn man sich vergegenwärtigt, wie sehr der Kaffee ein Kulturgut der Menschheit ist. In Europa kennt man ihn seit dem 17. Jahrhundert. Doch es dauert noch, bis er zum nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des Frühstücks wird. Die Aneignung des Kaffees fassen wir in drei Phasen. Die erste Welle ist die Verbreitung seit dem 19. Jahrhundert. Die zweite Welle beschreibt den Massenkonsum seit den 1960er Jahren mit seiner Industriealisierung. Seit einiger Zeit leben wir die so genannte dritte Welle mit der Hinwendung zu einer besonderen Qualität – in Sortenkenntnis und Anbau, in der Vielfalt der Röstverfahren, in der Zubereitung.

In unserer Bar DaCaio im THE GEORGE verwenden wir Alfredo Espresso – aus 100 Prozent Arabica-Bohnen. Es ist ein mild-würziger Kaffee, ausgewogen im Geschmack, mit angenehmer Säure und einer leicht schokoladigen Note. Importiert wird unser Kaffee von J.J. Darboven, einer traditionsreichen Hamburger Rösterei. Das 1866 gegründete Unternehmen ist eng verbunden mit der Kaffeekultur dieser Stadt. Diese wird gefeiert mit dem zweiten Hamburg Coffee Festival. Es ist eine schöne Gelegenheit mehr zu erfahren über ein wunderbares Getränk, über ein Kulturgut. Einige unserer Freunde sind da, etwa die Public Coffee Roasters und die Pizza- und Bierkünstler aus dem Überquell. Und wir freuen uns auf den Austausch danach.

Hamburg Coffee Festival

https://www.hamburg-coffee-festival.de

 

Fotos: Susanne Baade, Museum der Arbeit/Mediaserver Hamburg

 

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